Taktile Schriften und Brailleschrift, wie funktionieren sie und was sind die Vorteile?
Definition
Taktile Schriften und Brailleschrift zur Orientierung sind fühl- und teilweise auch sehbare Beschriftungssysteme, die Menschen – insbesondere blinden und sehbehinderten Personen – die selbstständige Orientierung in Gebäuden und im öffentlichen Raum ermöglichen. Dabei werden Informationen wie Raumbezeichnungen, Etagen, Wegweiser, Türen, Aufzüge, Fluchtwege oder Sanitärbereiche so umgesetzt, dass sie mit den Fingern ertastet werden können.
Typisch sind erhabene Profilschrift (taktile Schrift), Brailleschrift (Punktschrift nach dem 6-Punkt-System) und häufig eine Kombination aus beidem. Ergänzend kommen kontrastreiche Gestaltung, klare Piktogramme und langlebige Materialien zum Einsatz – damit die Orientierung auch bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen und starker Nutzung zuverlässig funktioniert.
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Die Entwicklung
Die Grundlage der Brailleschrift entstand im 19. Jahrhundert als Punktsystem, das Informationen kompakt und eindeutig ertastbar macht. Mit zunehmendem Fokus auf Barrierefreiheit – besonders in öffentlichen Gebäuden, Verkehrsanlagen und Arbeitsstätten – entwickelte sich daraus ein eigener Bereich der Leitsysteme: Taktile Schriften und Brailleschrift zur Orientierung wurden standardisiert, praxistauglicher und deutlich widerstandsfähiger.
Während früher oft einfache Gravuren oder geprägte Metallschilder genutzt wurden, ermöglichen moderne Fertigungen heute präzise erhabene Zeichen, dauerhafte UV- und Reinigungsbeständigkeit sowie flexible Montagearten (Kleben, Schrauben, Abstandshalter). Aktuell geht der Trend zu ganzheitlichen Systemen: taktile Beschilderung, kontrastreiche Optik, Piktogramme und digitale Orientierung (z. B. QR/NFC) werden sinnvoll kombiniert.
Die besten Merkmale
Zu den wichtigsten Taktile Schriften und Brailleschrift zur Orientierung Merkmale zählen die klar ertastbare Erhöhung der Zeichen, gut definierte Punktgeometrie bei Braille, eine logische Informationsstruktur (kurz, eindeutig, standardisiert) sowie eine robuste Oberfläche, die häufiges Berühren und Reinigen aushält.
Besonders wirksam ist die Kombination aus taktiler Profilschrift + Braille, ergänzt durch hohen Hell-Dunkel-Kontrast für sehbehinderte Menschen. Je nach Einsatzort kommen Materialien wie Edelstahl, Aluminium, Acryl, Kunststoff oder Mehrschichtlaminate zum Einsatz – angepasst an Innen-/Außenbereich, Vandalismusrisiko und Designvorgaben.
Vorteile
Praktische Anwendungen & Best-Practice-Beispiele


Taktile Schriften und Brailleschrift zur Orientierung werden überall dort eingesetzt, wo Menschen schnell und sicher Informationen brauchen: in Rathäusern, Schulen, Kliniken, Hotels, Bürogebäuden, Industrie, aber auch in Parkhäusern, Bahnhöfen, Einkaufszentren oder Wohnanlagen.
Typische Lösungen sind Türschilder mit Raumname/Nummer, Etagen- und Treppenhauskennzeichnungen, Aufzugstafeln, WC- und Funktionsbeschilderung, Handlaufbeschriftungen sowie Leit- und Übersichtspläne mit fühlbaren Elementen.
In der Praxis bewährt sich ein System besonders, wenn es einheitlich gestaltet ist (Position, Höhe, Schriftgröße, Symbole) und die Inhalte so kurz sind, dass sie schnell ertastet werden können.
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Trends und Zukunft
Der Markt entwickelt sich in Richtung ganzheitlicher Orientierungssysteme, die taktile Informationen mit starkem Kontrastdesign, klaren Icons und optionaler digitaler Zusatzinfo verbinden. Häufig werden QR- oder NFC-Lösungen ergänzend integriert, um z. B. gesprochene Wegbeschreibungen oder mehrsprachige Inhalte bereitzustellen – ohne die taktile Kernfunktion zu ersetzen.
Zudem steigt die Nachfrage nach designorientierten, aber normkonformen Schildern, die sich in moderne Architektur einfügen. Bei Materialien und Produktion sind kratzfeste Oberflächen, lösemittelfreie Kleber und recyclingfähige Träger stärker gefragt – besonders in stark frequentierten Gebäuden.
Zusammenfassung
Taktile Schriften und Brailleschrift zur Orientierung sind fühlbare (und oft zusätzlich gut sichtbare) Beschriftungen, die Menschen eine sichere, selbstständige Navigation ermöglichen. Durch die Kombination aus erhabener Profilschrift, Brailleschrift, Kontrast und robusten Materialien entstehen langlebige Leitsysteme für Türen, Etagen, Aufzüge, Fluchtwege und viele weitere Bereiche.
Richtig geplant und einheitlich umgesetzt verbessern Taktile Schriften und Brailleschrift zur Orientierung Barrierefreiheit, Sicherheit und Nutzerkomfort – und machen Gebäude sichtbar professioneller und inklusiver.

